Der Parasit

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Parasit

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Coaching mit N.

Aus rein fotografischer Sicht kann 2014 gerne so weitergehen, wie es begonnen hat, nämlich ausgezeichnet. Getreu dem Vorsatz, weniger in Ausrüstung zu investieren, die erfahrungsgemäß meist ohnehin selten genutzt ein trauriges Dasein in der Tasche fristet, sondern stattdessen mehr für die fotografische Bildung zu tun, begann das Jahr mit einem Einzelcoaching, 4 Stunden Akt/Dessous.

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Bei der Erarbeitung der Setups stand mir Sebastian immer zur Hilfe, trotzdem hatte ich ausreichend Zeit und Gelegenheit, eigenständig Ideen umzusetzen und zu probieren. Die meiste Arbeit, nämlich für gelungene Aufnahmen zu sorgen, erledigte ohnehin mein Model. Falls es also noch andere Einstiger in der Aktfotografie gibt, welche sich fragen, ob lieber mit einer/m Freund/in oder einem professionellen Model zu arbeiten, rate ich stark zu letzterem. Die Aufnahmen werden einfach besser und man kommt motiviert aus dem Shooting – und die Freude hält auch später bei der Sichtung der Bilder zuhause noch an.

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Für mich war das Coaching die ideale Gelegenheit, zum einen sicherer im Umgang mit der Studiotechnik zu werden, und zum anderen mein bescheidenes Portfolio zu erweiteren – ich kann es also nur wärmstens weiterempfehlen!

Und nun viel Freude mit den Bildern. Wer dabei keine Freude empfindet möge bitte kundtun, warum nicht.

Veranstaltung: Akt/Dessous Einzelcoaching
Referent: Sebastian Blatt
Model: N.
Location: Mietstudio Saarbrücken

Aktsharing

Auch vor meinem zweiten Einsatz im Studio war ich wieder einigermaßen aufgeregt, obwohl diesmal alles in Trier stattfinden sollte. Geplant war ein Sharing mit einem erfahrenen Aktmodel im Studio, inklusive optionaler Hilfestellungen. Letzten Endes war es mehr ein Einzelcoaching als ein Sharing, ein Umstand, welcher mir sehr gut zupass kam, die Ergebnisse sprechen wohl für sich.

Mir hat es sehr großen Spaß gemacht, mit einem professionellen Model zu arbeiten, so konnte ich mich mehr auf die technischen Aspekte konzentrieren und trotzdem mit guten Bildern nach Hause gehen.

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Foto: Johannes Forster; Retusche: Rainer Breiling

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Rainer für das professionelle Zur-Seite-Stehen und die Hilfestellungen und wertvollen Tipps bezüglich Lichtführung und Posing, sowie an Susann,
ohne deren Engagement und Geduld mit einem (fast) Anfänger Bilder wie das obige nicht möglich gewesen wären.

Was nehme ich mit nach Hause? Zum einen, welch gewaltigen Unterschied feine Nuancen im Posing und bei der Lichtführung ausmachen. Zum anderen, dass ich nocht weit mehr Übung gebrauchen kann…

Veranstaltung: Aktsharing 
Location: Fotostudio Ganz-Objektiv Trier
Model: Susann

-13°

Ich mag kein heißes Wetter. Während scheinbar alle Welt dem Sommer und brütender Hitze entgegenlechzt sehne ich mich nach Kühle. Der Winter hat viele Vorteile, unter Anderem kann man sich draußen betätigen, ohne gleich schweißgebadet im Schatten Schutz suchen zu müssen. Das gemeine an der Sache ist ja, man kann eigentlich immer noch etwas wärmeres anziehen, aber im Sommer kann man ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr ausziehen.

Da hilft wohl nur eines, Winterfotos anschauen. Die Bilder entstanden im letzten Winter an einem herrlich klaren Morgen, -13°, der Atem lässt den Bart gefrieren. Die ersten Sonnenstrahlen lassen den Reif auf der Wiese glitzern.

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Heute geht es mit leichtem Gepäck los, 50mm müssen reichen. Was kann man damit alles entdecken?

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Der Streifzug führt über eine Wiese, der Frost knarzt unter jedem Schritt. Klar liegt die Stille in der Luft, alles harrt.

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Und das frühe Aufstehen hat sich gelohnt!

Schwitzen beim StartUp Workshop

oder: Mein erster Foto-Workshop

Ich beschäftige mich gerne mit Fotografie, blätter gerne in Fachzeitschriften, mache mich in diversen Foren schlau und studiere Testberichte und Anleitungen. Was aber noch fehlte war das, was der Begriff Fotografie ursprünglich meint: Bilder machen. Also habe ich meine Fühler ausgestreckt und bin mehr oder weniger durch Zufall auf einen bezahlbaren Workshop ganz in der Nähe gestoßen, nämlich dem „StartUp Workshop Sinnliche Erotik“ im Mietstudio Saarbrücken.

Ohne mir viele Gedanken zu machen ging es am Sonntag mit randvoll gepackter Fototasche los gen Saarbrücken. Das Studio weist eine beeindruckende Hohlkehle auf und bietet auch darüber hinaus jede Menge Blitzköpfe, Lichtformer und Accessoires. Alles machte einen sehr freundlichen Eindruck und ich habe mich auf anhieb wohl gefühlt, was nicht zuletzt auch am sehr freundlichen Team des Studios und den anderen Teilnehmern lag.

Zu Beginn des Workshops diskutierten wir gemeinsam mit unserem Dozenten Olivier verschiedene Lichtsetups und Ideen für das Shooting. Insgesamt planten wir zwei verschiedene Aufbaue, einmal vor einem schwarzen Hintergrund, das andere Mal in der weißen Hohlkehle. Nach einer kurzen Mittagspause ging es dann los. Jeder bekam die Möglichkeit, mit dem Model und den verschiedenen Setups zu arbeiten. Als kompletter Studio-Neuling war ich um diese Gelegenheit, die erfahreneren Fotografen und ihre Herangehensweise zu beobachten, sehr dankbar.

Doch dann ging es ans Eingemachte. Ich bekam den Funkauslöser, fokussierte, und schon bildeten sich die ersten Schweißperlen auf meiner Stirn. Natürlich hatte ich mir einige Gedanken zu Lichtsetzung und Bildaufbau gemacht, dabei hat es mir auch sehr geholfen, bei den anderen etwas über deren Vorgehensweisen zu lernen. Trotzdem kam ich mir in diesem Moment, zum ersten Mal alleine vor dem Modell, ihre Aufmerksamkeit ausschließlich auf mich gerichtet, etwas verlassen und überfordert vor. Ich machte mein erstes Foto. Unbeholfen, aber es hatte funktioniert. Der Blitz hatte gezündet, die Kamera nicht ihren Dienst versagt, auf dem kleinen Monitor war etwas zu erkennen. Das nächste Foto. Es klappte wieder, mit jedem Bild etwas besser. Trotzdem war für mich nach sechs Bildern Schluss, erstmal tief durchatmen, zur Seite setzen und Bilder sichten.

Beim zweiten Mal funktionierte es besser, und nach und nach verlor ich meine Nervosität ganz.  Warum auch nervös sein? Das Setup stand, und unser phantastisches Model bot eine atemberaubende Pose nach der anderen an, auch ganz ohne mein Zutun. So entstanden dann auch die meisten Bilder kaum ohne mein Zutun. Weil die Technik bereits stand und unser Model ein perfektes Auftreten und Posing an den Tag legte fiel es mir leicht, gute Bilder zu machen. Mit einem erfahrenen Model zu arbeiten war für mich, nachdem der erste Schreck überwunden war, ein sehr motivierender Weg, ansprechende Ergebnisse zu erzielen.

Für mich war der Workshop genau richtig. Genügend Anleitung, um mir im Umgang mit der Technik sicher zu sein, viel Praxis, nette Mit-Fotografen (die teilweise mit ähnlichen Problemen wie ich zu kämpfen hatten) und letzten Endes ein wunderbares, geduldiges Model, dem ich die vielen gelungenen Aufnahmen verdanke.

Nachtrag: Der nächste Workshop ist auch schon gebucht, dieses Mal direkt in Trier! Freue mich schon riesig und bin gespannt auf das Studio und die Bilder.

Veranstaltung: StartUp Workshop Sinnliche Erotik 
Location: Mietstudio Saarbrücken
Dozent: Olivier Lemarchand
Model: Camille